Donnerstag, 26. Oktober 2006

...

kinder!
was wir hier tun ist luxus. seid froh, daß ihr hier etwas völlig zweckfreies betreiben könnt. zweckfreie dinge tun zu können, ist ein luxus, der nicht hoch genug eingeschätzt werden kann: oder würdet ihr es vorziehen, in den trümmern einer zerbomten stadt nach eßbarem zu suchen? würdet ihr lieber kohlen klauen gehen, damit ihr abends nicht in einer eisigen hausung sitzen müßt? würdet ihr lieber betteln gehen, damit euer schwesterchen etwas zu essen bekommt? würdet ihr lieber zehn stunden im großraumbüro schreibarbeit verrichten, um eure familie zu ernähren? würdet ihr lieber im dschungel sitzen, nackt vor angst ums feuer gekauert, das die wilden tiere abhalten soll, die jenseits, im dunkeln, ihre unheilvollen kreise durch knisternde gehölz ziehen?
seid froh, daß ihr hier satt und warm und in vornehmer kleidung sitzen und euch einer völlig zweckfreien tätigkeit hingeben dürft, die ihr nur um ihrer selbst willen betreibt.
und jetzt: wie geht nochmal der ablativ der u-stämme?

Alsos Threpsoneires

... for we have some flax-golden tales to spin. come in! come in!

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