<?xml version="1.0" encoding="UTF-8" standalone="yes"?>
<?xml-stylesheet href="http://alsos.twoday.net/rss2html.xsl" type="text/xsl"?>
<rdf:RDF 
  xmlns:rdf="http://www.w3.org/1999/02/22-rdf-syntax-ns#" 
  xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
  xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
  xmlns:cc="http://web.resource.org/cc/"
  xmlns="http://purl.org/rss/1.0/"
> 

  <channel rdf:about="http://alsos.twoday.net/">
    <title>Alsos Threpsoneires (... for we have some flax-golden tales to spin. come in! come in!) : Rubrik:In Nemore</title>
    <link>http://alsos.twoday.net/</link>
    <description>... for we have some flax-golden tales to spin. come in! come in!</description>
    <dc:publisher>Talakallea Thymon</dc:publisher>
    <dc:creator>Talakallea Thymon</dc:creator>
    <dc:date>2008-08-13T17:13:37Z</dc:date>
    <dc:language>en</dc:language>
    <sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
    <sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
    <sy:updateBase>2000-01-01T00:00:00Z</sy:updateBase>
    <cc:license rdf:resource="http://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/2.0/de/" />

    <image rdf:resource="http://static.twoday.net/alsos/images/icon.jpg" />
    <items>
      <rdf:Seq>
            <rdf:li rdf:resource="http://alsos.twoday.net/stories/5048011/" />
            <rdf:li rdf:resource="http://alsos.twoday.net/stories/5035179/" />
            <rdf:li rdf:resource="http://alsos.twoday.net/stories/5031079/" />
            <rdf:li rdf:resource="http://alsos.twoday.net/stories/4990448/" />
            <rdf:li rdf:resource="http://alsos.twoday.net/stories/4980773/" />
            <rdf:li rdf:resource="http://alsos.twoday.net/stories/4973348/" />
            <rdf:li rdf:resource="http://alsos.twoday.net/stories/4960705/" />
            <rdf:li rdf:resource="http://alsos.twoday.net/stories/4910608/" />
            <rdf:li rdf:resource="http://alsos.twoday.net/stories/4866206/" />
            <rdf:li rdf:resource="http://alsos.twoday.net/stories/4861578/" />
            <rdf:li rdf:resource="http://alsos.twoday.net/stories/4834941/" />
            <rdf:li rdf:resource="http://alsos.twoday.net/stories/4800617/" />
            <rdf:li rdf:resource="http://alsos.twoday.net/stories/4481684/" />
            <rdf:li rdf:resource="http://alsos.twoday.net/stories/4423817/" />
            <rdf:li rdf:resource="http://alsos.twoday.net/stories/4286353/" />

      </rdf:Seq>
    </items>
  </channel>

  <image rdf:about="http://static.twoday.net/alsos/images/icon.jpg">
    <title>Alsos Threpsoneires</title>
    <url>http://static.twoday.net/alsos/images/icon.jpg</url>
    <link>http://alsos.twoday.net/</link>
  </image>

  <item rdf:about="http://alsos.twoday.net/stories/5048011/">
    <title>Sommerepigramm, II, 6</title>
    <link>http://alsos.twoday.net/stories/5048011/</link>
    <description>Zwischen Frühstem und Frühem wachsen den Stunden die Bilder:&lt;p style=&quot;margin-left:2em;&quot;&gt;Was die Haut nicht begriff, bleibt mir als Traumlicht zurück.&lt;/p&gt;
&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;</description>
    <dc:creator>Talakallea Thymon</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://alsos.twoday.net/topics/In+Nemore&quot;&gt;In Nemore&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 Talakallea Thymon</dc:rights>
    <dc:date>2008-07-09T09:24:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://alsos.twoday.net/stories/5035179/">
    <title>Sommerepigramme II, 5</title>
    <link>http://alsos.twoday.net/stories/5035179/</link>
    <description>Barfuß, mit tropfenden Flechten, betratst du, Sommer, die Küche,
&lt;p style=&quot;margin-left:2em;line-height:1em;&quot;&gt;zogst einen Kreis mit dem Zeh, lachtest. Und warst eine Frau.&lt;/p&gt;</description>
    <dc:creator>Talakallea Thymon</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://alsos.twoday.net/topics/In+Nemore&quot;&gt;In Nemore&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 Talakallea Thymon</dc:rights>
    <dc:date>2008-07-02T17:53:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://alsos.twoday.net/stories/5031079/">
    <title>De Melancholia Panica</title>
    <link>http://alsos.twoday.net/stories/5031079/</link>
    <description>&lt;p align=&quot;justify&quot;&gt;Gezielte Übermüdung, um mit der panischen Melancholie (also der Schwermut, die den Gott Pan manchmal befallen muß) fertig zu werden. Nach Mitternacht ins Bett, morgens um sechs raus. Kaffee trinken (vier satt gehäufte Teelöffel auf einen Becher, schwarz, etwas Zucker), schreiben, Radio hören, Amselgeflöte in sich sickern lassen. Nebenwirkung: Irgendwelche ermüdeten Synapsen, die sonst das freie Strömen von Syndesen und Syndyaden, numinoser Nebulae, fluider Phainomena, subtiler Sibilantia und anderer somnambuler Akrochoreographien verhindern, das Kurzschließen von gegensätzlichen Ufern blockieren und so alles in farbloser Voraussagbarkeit halten, diese Synapsen geben jetzt auf, so daß die Kobolde der Hirnrinde anfangen, loszugackern, Vergrabenes aus Klein- und Stammhirn an Oberflächen quillt, wo es sonst nix zu suchen hat, und ein Dauerfeuer über das Corpus Callosum hinweg einsetzt, daß es nur so knistert zwischen den Welthälften, mit anderen Worten: Genau. Denn das ist es schon. Andere Worte. Neues. Ungedacht-Gedachtes. Qietschendes, Reibendes, Funkelndes tritt ins Bewußtsein und ist plötzlich da, war es eigentlich schon immer.&lt;br /&gt;
Aber das, wie gesagt, ist Nebenwirkung.&lt;br /&gt;
Wer müde ist, denkt anders. Nicht für jedes Denken braucht es Konzentration, manchmal ist sie sogar hinderlich. Der Ausgeschlafene denkt in starren Bahnen, ihn lenken die abrufbereiten Erfahrungen und eingespielten Muster. Lenken ihn -- aber führen ihn auch leicht in die Irre, oder in einen Kreis. Der Wache empfindet aber auch die Schwermut stärker, sie betrifft ihn, sie fordert ihn heraus. Für den Ermüdeten ist sie erträglich, die Schwermut, sie ist da, aber sie will nichts. Bei Schlafentzug sind die Empfindungen verfeinert, aber insgesamt abgedämpft, heruntergefahren und weichgezeichnet, das Grobe und Scharfe geht einen nichts mehr an, alles wird erträglich. Kummer wird zu einem kosmischen Prinzip, an dem man nur wie zufällig teilhat. (Man könnte stolz darauf sein); Sehnsucht wird fast in Schönheit verwandelt; ein Verlust läßt sich literarisch zerdenken und mit Sinn behaften, matter Liebeskummer einfach wegwachen. Heimweh wird sanft und geschmeidig und in die Vorfreude der Heimkehr verwandelt.&lt;br /&gt;
So verwandelt sich auch die panische Schwermut, dieser träge, süßliche Sommernachmittagsschmerz, Baumharz, Zikaden, Feigen und Salz und schöne Frauen, das plötzliche Bewußtsein, an einem amoenen Orte zu sein, und dann kann man ihm nichts abgewinnen, an einem Ort, der so schön ist, daß ihm alles fehlt, was froh machen könnte, ein Ort, der gleißt und schmerzt. Da ist es ein Glück, übermüdet sein zu dürfen, und dieses wahrnehmende Selbst  das Selbst, das denkt, dies ist ein schöner Ort, den Sitz der Melancholie  einfach zu verdünnen und transparent zu machen durch eine Schläfrigkeit, die so genau ausgemessen ist, daß man gerade noch widersteht. Das mildert die Schärfe des Seins, glättet die Flächen, stumpft die Kanten ab und legt über die schroffen Tatsachen den leuchtenden Mantel des Tagtraums. Fast ein Glück, gerade noch bei Bewußtsein und noch nicht im Schlaf, ein Wandeln an der Grenzfläche, akrypnobatisch, nach beiden Richtungen blicken zu können, in beider Abgrund, des Wachens und des vergessenden Schlafs, und dazwischen zu fühlen nach den leuchtenden Wörtern. &lt;/p&gt;
&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;</description>
    <dc:creator>Talakallea Thymon</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://alsos.twoday.net/topics/In+Nemore&quot;&gt;In Nemore&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 Talakallea Thymon</dc:rights>
    <dc:date>2008-07-01T09:00:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://alsos.twoday.net/stories/4990448/">
    <title>Sommerepigramme, II, 4</title>
    <link>http://alsos.twoday.net/stories/4990448/</link>
    <description>Regen, du warst der Anfang. Bevor noch ein Erstes sich höbe,
&lt;p style=&quot;text-indent:2em;&quot;&gt;hattest du schon getönt. Wo aber Zeit wieder floß,&lt;/p&gt;
war alles früher. Ein jeglicher Blick, das Licht in den Gläsern,
&lt;p style=&quot;text-indent:2em;&quot;&gt;jeder spätere Kuß. War schon und war doch noch nie.&lt;/p&gt;
&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;</description>
    <dc:creator>Talakallea Thymon</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://alsos.twoday.net/topics/In+Nemore&quot;&gt;In Nemore&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 Talakallea Thymon</dc:rights>
    <dc:date>2008-06-13T07:49:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://alsos.twoday.net/stories/4980773/">
    <title>Sommerepigramme II,3 In horto sinensi</title>
    <link>http://alsos.twoday.net/stories/4980773/</link>
    <description>Abdruck wie feuchtsüßer Schlaf, ein Gitter von Stoff auf der Schulter.
&lt;p style=&quot;text-indent:2em;&quot;&gt;Schlaf. Dein Schlaf, und mein Traum. Bloßer Gedanke: des Wegs&lt;/p&gt;
Kühne Raffung. Die Finger schon knospend von Tastung und Schweißfilm 
&lt;p style=&quot;text-indent:2em;&quot;&gt;Nur im Gedanke, im Wort. Keusch war die Luft, war der Raum.&lt;/p&gt;
&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;</description>
    <dc:creator>Talakallea Thymon</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://alsos.twoday.net/topics/In+Nemore&quot;&gt;In Nemore&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 Talakallea Thymon</dc:rights>
    <dc:date>2008-06-09T09:40:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://alsos.twoday.net/stories/4973348/">
    <title>Sommerepigramme, zweiter Teil (2)</title>
    <link>http://alsos.twoday.net/stories/4973348/</link>
    <description>Häuser, ein seltenes Innen, wo alles umkleidet von Außen,&lt;br /&gt;
Spiegel und Krümmung: ins Band merkender Schatten hinein.&lt;br /&gt;
Unter die Dächer des Sommers trägt es die Speere und Pfeile&lt;br /&gt;
Keuschester Traumes-Tat. Zögernder war nie ein Wunsch.</description>
    <dc:creator>Talakallea Thymon</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://alsos.twoday.net/topics/In+Nemore&quot;&gt;In Nemore&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 Talakallea Thymon</dc:rights>
    <dc:date>2008-06-05T11:22:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://alsos.twoday.net/stories/4960705/">
    <title>Sommerepigramme, zweiter Teil (1)</title>
    <link>http://alsos.twoday.net/stories/4960705/</link>
    <description>Wieder ist Name &amp; Zeit. Im Dunkeln zu sprechen der eine,    &lt;br /&gt;
Sie aber, dunkelster Strom, wechselnde Deutungen weiß.
&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;</description>
    <dc:creator>Talakallea Thymon</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://alsos.twoday.net/topics/In+Nemore&quot;&gt;In Nemore&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 Talakallea Thymon</dc:rights>
    <dc:date>2008-05-30T09:20:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://alsos.twoday.net/stories/4910608/">
    <title>Bahnhöfe oder Brücken oder</title>
    <link>http://alsos.twoday.net/stories/4910608/</link>
    <description>ich stelle mir vor, wie es wäre, aufzuspringen, hinauszuhechten durch die sich schon wieder schließende bustür, straßenbahntür, zugtür, und dir nachzu- bevor die treppe sich um einen letzten schritt kantet  doch im nächsten augenblick blitzt die sonne auf dem wasser, ein blatt knistert über den beton, schatten stehen unter der brücke, und leuchtendbunte fahrräder. die zunge am gaumen, die hand gestreckt gegen das licht, dastehen, blinzeln. den kopf einziehen. und für ein &lt;i&gt;du&lt;/i&gt; hat es wieder nicht gereicht.</description>
    <dc:creator>Talakallea Thymon</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://alsos.twoday.net/topics/In+Nemore&quot;&gt;In Nemore&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 Talakallea Thymon</dc:rights>
    <dc:date>2008-05-06T08:56:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://alsos.twoday.net/stories/4866206/">
    <title>Noch ein Traum von E.</title>
    <link>http://alsos.twoday.net/stories/4866206/</link>
    <description>noch einmal von E. geträumt: ein vereinshaus, eine versammlung, ein club, wir zu gast, halb teilnehmend, halb unbeteiligt, stehen, sitzen, hängen (?) in einer vorhalle, einem foyer, vor einem dunkelspiegelnden fenster, und E. zeigt mir, will mir zeigen, was ihr freund M. ihr auf die rechte brust geschrieben hat (eine blauschwarze eddingtinte, leicht verschmiert), ich will es gar nicht wissen, nein, ich will es nicht, erhasche aber einen blick darauf, auf die über E.s sanft nach außen fallende brust gewellte schrift, sehe es augenwinklig ohne zu lesen, aber E. sagt es mir, er habe geschrieben, &lt;i&gt;frauen sind flirterinnen? ich lach mich schlapp&lt;/i&gt;, und sie findet das höchst komisch, schüttet sich aus vor lachen (ihr mund sehr breit dabei), er lacht sich schlapp, verstehst du? und da begreife ich den tieferen witz, er lacht sich schlapp, das heißt, er ist schlapp und zwar, wie E.s lachen zu entnehmen ist, in einem ganz besonderen sinne.&lt;br /&gt;
später wieder vor einer scheibe, ein schaufenster in bonn, bahnhofsnähe, das schaufenster einer bäckerei, wir lagern dort (auf einer portaledge? einem gerüst?), während ein gelehrter (gastvortrag) auf die scheibe des schaufensters malt und dazu doziert, einen zusammenhang herstellt zwischen den bewohnern des einen landes, die die frisuren der bewohner eines anderen landes kopieren und dann wieder von den ersten zurückkopiert oder -variiert werden, und dann haben wir einen diskurs! sagt der gelehrte und breitet veranschaulichend die arme aus. ich sage etwas sehr allgemeines zu E. und dann füge ich ironisch hinzu, sie sei bestimmt beeindruckt von der scharfen exaktheit meiner bemerkung, und während sie herzlich darüber lacht, ist ihr mund wieder ganz breit.</description>
    <dc:creator>Talakallea Thymon</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://alsos.twoday.net/topics/In+Nemore&quot;&gt;In Nemore&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 Talakallea Thymon</dc:rights>
    <dc:date>2008-04-16T08:07:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://alsos.twoday.net/stories/4861578/">
    <title>Abermals Traum von E.</title>
    <link>http://alsos.twoday.net/stories/4861578/</link>
    <description>Beim Erwachen der Regen, aus den Tiefen der Zeit aufrauschend, die Tücher der Helligkeit, die traurigen Tücher. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Traum von E. Zuerst bei ihr in einer merkwürdigen Kellerwohnung. Wir sind uns wieder näher gekommen, trotzdem bleibt sie (Sinnbild unserer ganzen tatsächlich stattgehabten Beziehung) fremd, geheimnisvoll, unergründlich-unzugänglich oder sprunghaft unvorhersehbar, beginnt plötzlich Vorwärtsschwünge an einer niedrigen Reckstange zu üben (ihr schwarzes Haar fällt ihr vornüber). Später bin ich allein in der Wohnung, nackt im Bett, da kommt jemand herein, und ich habe panische Angst, es könne ihr Freund M. sein. Ich bedecke meine Köpermitte hastig mit der Decke und hersche den anderen an, er solle bitte gehen. Er ist einer von E.s Studenten, der etwas mit ihr besprechen will und durchaus keine Anstalten macht, zu gehen. Dann kommt noch jemand, wieder die Angst vor M., aber wieder ein anderer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es geht immer wieder darum, ob wir oder nicht, aber was genau? Miteinander schlafen? Uns wieder zusammentun?, Eine Daueraffäre habe? Alles zusammen. Ich umarme sie. Ich beruhige sie. Ich bin fern von ihr, sehe sie auf einem Poster, sie hat ganz kurze blonde Haare, ein rosafarbenes weites T-Shirt, eine Halskette. Ich bin fern von ihr, hoffnungsvoll, quälend-hoffnungsvoll fern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schließlich will sie mich spontan in den Mund nehmen, aber bevor sie sich noch richtig über mich gebeugt hat, glänzt schon ein Samentropfen auf ihrem Kinn, und dann werden es immer mehr, obwohl ich noch gar nicht gekommen bin, Schlieren, die ihr auch störend die Augen verkleben, und die ich, immer besorgt, es könne ihr gleich zuviel des guten sein, mit einem Taschentuch wegzuwischen versuche, wobei ich sie nur verteile, so daß sie fortfährt, ihre Augen zu reiben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beim Erwachen der Regen. Die traurigen Tücher. Das träge, aus den Tiefen der Zeit aufsteigende und in dieselben Tiefen zurückfallende Prasseln, Pladdern, Tropfen. Das Tropfen.</description>
    <dc:creator>Talakallea Thymon</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://alsos.twoday.net/topics/In+Nemore&quot;&gt;In Nemore&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 Talakallea Thymon</dc:rights>
    <dc:date>2008-04-14T10:34:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://alsos.twoday.net/stories/4834941/">
    <title>Föhren</title>
    <link>http://alsos.twoday.net/stories/4834941/</link>
    <description>Geträumt von einer Föhre mit vor Dunkelheit oder schwindendem Licht bläulich schimmernden Schirm. Die einzelnen Nadel- und Astschichten voneinander zapfenähnlich abgesetzt, darunter, zwischen den Spitzen der Zweige und dem Stamm, eine merkwürdige Art glänzender Leere. Ein Weg liegt dort dunkel, fällt in die Tiefe, während weiter fort, fern, sich eine schlichte Helligkeit hebt; und zuletzt, vielleicht schon beim Erwachen, von diesen Bäumen mehrere, viele, Schirm über Schirm, ein Wald, und ein Wald, der schwebt, wie Bojen auf einer leisen, unsichtbaren Dünung, Zapfen und Säulen, die auf- und niedersteigen, dunkelschimmernde Ballons, Raumschiffe oder Iptamena Dendra die &lt;i&gt;fliegenden Bäume. &lt;/i&gt;</description>
    <dc:creator>Talakallea Thymon</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://alsos.twoday.net/topics/In+Nemore&quot;&gt;In Nemore&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 Talakallea Thymon</dc:rights>
    <dc:date>2008-04-03T09:53:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://alsos.twoday.net/stories/4800617/">
    <title>Musiktraum</title>
    <link>http://alsos.twoday.net/stories/4800617/</link>
    <description>Wieder ein &lt;a href=&quot;http://alsos.twoday.net/stories/4423817/&quot;&gt;&lt;b&gt;Musiktraum&lt;/b&gt;&lt;/a&gt;:&lt;br /&gt;
Konzertante Aufführung einer Oper. Drei Mezzosopranistinnen oder Altistinnen, auf etwas wie Thronsesseln sitzend, auf einer Bühne, sehr nah; die Gesichter geschminkt und bleich unter Perücken; sie sitzen seltsam starr; die Münder klappen puppenhaft auf und zu, während ihr Gesang den Raum füllt und sich, in den Terzen und Sexten, zu leuchtscharfen, beinah schrillen Schwebungen überlagert. Jemand findet das unangenehm, ebenso wie ihr rhythmisches, stark schwingendes Vibrato. Ich aber bin fasziniert und jubele innerlich, wenngleich ich verstehen kann, daß jemand diesen Klangeindruck als schwierig empfinden mag.</description>
    <dc:creator>Talakallea Thymon</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://alsos.twoday.net/topics/In+Nemore&quot;&gt;In Nemore&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 Talakallea Thymon</dc:rights>
    <dc:date>2008-03-20T11:49:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://alsos.twoday.net/stories/4481684/">
    <title>Handke lesen</title>
    <link>http://alsos.twoday.net/stories/4481684/</link>
    <description>&lt;p align=&quot;justify&quot;&gt;In all dem banalen Geschrei, dem lieblos dahergequatschten Wortbrei, dem ausgetretenen, albernen Geschwätz, das einem tagtäglich aus Titelseiten, Überschriften, Zeitungsspendern, Werbeprospekten hervorquillt, aus dem Radio, dem Fernseher entgegenbrüllt, aus der Supermarktbeschallungsanlage tönt, quietscht, albert, in all diesem zum Davonlaufen vergnüglichen, lustigen, vor Ödnis überschnappenden Gewäsch, Geleier, Getröte, Gequieke ist ein Buch wie Handkes &lt;i&gt;Mein Jahr in der Niemandsbucht&lt;/i&gt; eine herzwärmende Linderung. Mit vor Überraschung ungläubigem Staunen, ja, Ehrfurcht folgt man dieser so feinen leisen, vielverzweigten, tönenden, summenden, schauenden, schöpfenden leuchtenden, irisierenden Prosa, oder müßte sie so lesen, wie sie dort farbig und erdwarm aufschimmert, mit einem tiefen Atemholen. Ein Raum der Stille tut sich auf, in dem man statt Gewäsch plötzlich wieder Wörter hören darf und jedem Wort und seinen Beziehungen zu den anderen Wörtern die ihm eigene Schwere zufließt; Ausstrahlung, Verästelungen, Wirbel und Bögen werden zwischen diesen Kristallisationskeimen von Bedeutung ertast- und ablauschbar, ein Raum entsteht, der die Wörter erst zu Wörtern macht, sie von allem Gerummse und Mißton befreit, sie abschält und bis zu den Wurzeln herunter freilegt, und so verwandeln sie sich, Urwörter, Gesteinswörter, Erdwörter entstehen so, die sich in einem ruhigen Strom, einer Anrufung gleich, einer Liturgie fast, zu einem ebenso mächtigen wie ruhigen Strom nicht aneinanderreihen, sondern: aneinanderfügen. So etwas zu lesen ist wie eine kühle Salbe auf wundgescheuerter Haut. Eine Oase in der Sprachwüste. Ein Klang. Eine Offenbarung. Ein &lt;a href=&quot;http://suna.twoday.net/stories/4481012/&quot;&gt;Trost.&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;</description>
    <dc:creator>Talakallea Thymon</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://alsos.twoday.net/topics/In+Nemore&quot;&gt;In Nemore&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2007 Talakallea Thymon</dc:rights>
    <dc:date>2007-11-26T12:26:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://alsos.twoday.net/stories/4423817/">
    <title>Traum</title>
    <link>http://alsos.twoday.net/stories/4423817/</link>
    <description>Ein &lt;a href=&quot;http://alsos.twoday.net/stories/4800617/&quot;&gt;Musiktraum&lt;/a&gt;.&lt;br /&gt;
Ich sitze auf einem Treppengeländer, das die Stufen zu einer Art Amphitheater teilt und habe Ausblick auf eine Schlucht, auf graue und rosa Sandsteinfelsen auf der anderen Seite, oben ein Buckel, durch einen Riß von der senkrecht abfallenden Klippe getrennt, und darauf wie die Krone auf einem Haupt, ein Schloß, eine Burg, eine Ruine? Dazu erklingt von seitlich, von hinten, mächtige Musik eines unsichtbaren großen Orchesters, leuchtende, glänzende, flirrende  Streicher, Gebraus und Geklirr von hohem Blech, chromatische Abwärtsgänge, Wirbelwinde, das Ende eines großen Symphoniekopfsatzes, so hört es sich an, aber es klingt nicht mit einem gewaltigen Tuttiakkord aus, sondern in einer sehr einfachen, verspielten, bukolisch gefärbten, von zahlreichen Vorhalten (man fragte sich erst, ob es Ansatzprobleme waren, ein Verschlucken des Rohrs) verzierten Oboenmelodie, in der Atmosphäre ganz ähnlich, wie es Brahms in seiner zweiten Symphonie gemacht hat.&lt;br /&gt;
Dann sollten wir Zuhörenden ein wenig Platz schaffen, denn der Oboist, hieß es, brauche mehr Raum für das nun folgende große Solo des zweiten Satzes.&lt;br /&gt;
Eine Melodie, die nicht mehr erklang, denn zu meinem großen Bedauern erwachte ich in diesem Augenblick.
&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;</description>
    <dc:creator>Talakallea Thymon</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://alsos.twoday.net/topics/In+Nemore&quot;&gt;In Nemore&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2007 Talakallea Thymon</dc:rights>
    <dc:date>2007-11-08T08:56:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://alsos.twoday.net/stories/4286353/">
    <title>Ende des Sommers (Aequinox, ein Epigramm)</title>
    <link>http://alsos.twoday.net/stories/4286353/</link>
    <description>Dann aber schlugen die Glocken, so lang, daß es tönte wie Stunden,
&lt;p style=&quot;text-indent: 2em;&quot;&gt; während ein Morgen entschwand unter dem schwingenden Blau.&lt;/p&gt;
Noch einmal schenkt uns die Zeit einen säumigen Aufschub, als wäre
&lt;p style=&quot;text-indent: 2em;&quot;&gt; alles ein froher Beginn, was ihren Händen entfällt.&lt;/p&gt;
Dürr steht der Sommer am Feld, in azurene Winde gekleidet.
&lt;p style=&quot;text-indent: 2em;&quot;&gt; Morgen gibt er das Jahr, müde vom Licht, uns zurück.&lt;/p&gt;</description>
    <dc:creator>Talakallea Thymon</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://alsos.twoday.net/topics/In+Nemore&quot;&gt;In Nemore&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2007 Talakallea Thymon</dc:rights>
    <dc:date>2007-09-23T18:36:00Z</dc:date>
  </item>


<textinput rdf:about="http://alsos.twoday.net/search">
   <title>find</title>
   <description>Search this site:</description>
   <name>q</name>
   <link>http://alsos.twoday.net/search</link>
</textinput>
<cc:License rdf:about="http://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/2.0/de/">
   <permits rdf:resource="http://web.resource.org/cc/Reproduction" />
   <permits rdf:resource="http://web.resource.org/cc/Distribution" />
   <requires rdf:resource="http://web.resource.org/cc/Notice" />
   <requires rdf:resource="http://web.resource.org/cc/Attribution" />
   <prohibits rdf:resource="http://web.resource.org/cc/CommercialUse" />
</cc:License>

</rdf:RDF>
