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    <title>Alsos Threpsoneires (... for we have some flax-golden tales to spin. come in! come in!) : Rubrik:episteln</title>
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    <description>... for we have some flax-golden tales to spin. come in! come in!</description>
    <dc:publisher>Talakallea Thymon</dc:publisher>
    <dc:creator>Talakallea Thymon</dc:creator>
    <dc:date>2009-05-20T09:32:42Z</dc:date>
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    <title>Alsos Threpsoneires</title>
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  <item rdf:about="http://alsos.twoday.net/stories/5259150/">
    <title>Hörerbrief</title>
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    <description>Sehr geehrte Damen und Herren,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
nein, ich will nicht in den (fraglos vielstimmigen) Chor derer einstimmen, die den Verlust einer so originellen, informativen, anregenden, labyrinthisch-verzweigten, herrlich langsamen Sendung wie &quot;wdr3.pm&quot; es war, beklagen wollen. Schlimm genug, daß die Sendung gestrichen wurde; aber die Wege der Programmdirektion sind (zwar nicht wunderbar aber) rätselhaft, und ein Hörerkommentar wird daran nichts ändern, viele Hörerkommentare vermutlich auch nicht. Sei&apos;s drum. Daß aber nun auch die Internet-Dokumentation dieser Sendung sang- und klanglos verschwunden ist, so daß man nicht nicht einmal mehr erinnern darf, oder, wichtiger, recherchieren kann, das ist nicht nur bedauerlich, sondern wirklich schlimm. An vieles erinnert man sich vielleicht dunkel, das man noch einmal aufspüren möchte, um es als Tonträger oder in gedruckter Form zu beschaffen, sei es ein Gedicht, einen Prosatext, einen Verweis auf Film, Bild oder Theater, der neugierig gemacht hat. Es wäre nun ein großer Verlust, dem nicht früher nachgegangen zu sein. Ich möchte Sie also bitten, die Ankündigungen und vor allem die Laufpläne der wdr3.pm-Sendungen wieder einzustellen. Sollte dies aus irgendwelchen (von mir ohnehin und schon a priori nicht einzusehenden) Gründen nicht möglich oder unerwünscht sein (als wollten Sie mit diesem alten Ballast nichts mehr zu tun haben, sich von dieser Ära ein für allemal lösen wie von einem Makel), bitte ich Sie um die Zusendung (als pdf-Datei) der Laufpläne dreier Ausstrahlungen, deren Titel oder Datum ich leider nicht mehr erinnerlich bin. Die erste Ausstrahlung handelte von Tieren; die zweite von Drogen (irgendetwas von &quot;siebtem (oder achtem?) Sinn&quot; im Titel); die dritte von Wirklichkeit und Unwirklichkeit (Titel: &quot;Nicht wirklich. ...&quot;). Soweit ich mich erinnere, stammten alle drei Produktionen aus der Feder des wunderbaren Mario Angelo, dem Sie gerne meine bewundernden Glückwünsche ausrichten dürfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochachtungsvoll,&lt;br /&gt;
T. Th.</description>
    <dc:creator>Talakallea Thymon</dc:creator>
    <dc:subject>episteln</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 Talakallea Thymon</dc:rights>
    <dc:date>2008-10-16T08:59:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://alsos.twoday.net/stories/4720323/">
    <title>An C.</title>
    <link>http://alsos.twoday.net/stories/4720323/</link>
    <description>Wäre es im anderen Fall gutgegangen mit uns? Ich werde diese Frage nicht los. Ich habe den Verdacht, daß sich in meiner Sicht auf die Vergangenheit etwas Typisches zeigt, nämlich, daß für mich das Imaginäre wichtiger war als das Wirkliche, der Traum bedeutsamer als das Erreichbare, die Vorstellung bedeutsamer als die Tat, das Erdachte wirklicher als das Praktische, die Idee wichtiger als die Entscheidung. Und die Vergangenheit der wirklichen Zukunft überlegen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Wahrscheinlich wären wir zusammen an einen Punkt gelangt, an dem Du Anforderungen der Wirklichkeit an mich gestellt hättest, die mit meiner aufschiebenden und ausweichenden Träumerei in Widerstreit geraten wären. Nicht mit meiner eigenen Vorstellung von Lebenswirklichkeit, nicht mit meinen eigenen Zielen  sondern mit meinen &lt;i&gt;Träumen&lt;/i&gt;, die ich, wie ich manchmal glaube, um ihrer selbst willen geträumt habe und träume. Nicht, um sie eines Tages wahr werden zu lassen. Aber wie auch immer man es deuten mag, Traum oder Ziel, ich hätte mich entscheiden müssen. Ich, wir, hätten miteinander um Verantwortung und Pflichterfüllung &lt;i&gt;ringen&lt;/i&gt; müssen, und wahrscheinlich wäre das der Punkt gewesen, wo es Dir gereicht hätte, spätestens dann nämlich, wo Dir bewußt geworden wäre, daß Deine Wünsche für mich ein schmerzliches Arrangieren bedeuten müßten: eine Pflicht. Und ich wiederum hätte mich entscheiden müssen, ob mir unser Zusammensein so viel wert wäre, daß ich mich der Wirklichkeit, die damit voraussetzend verbunden wäre, stellen wollte. Einer Wirklichkeit mit viermal nachts von Säuglingsgeschrei geweckt werden; einer Wirklichkeit, in der ich einen Job in der freien Wildbahn würde annehmen und mich dafür verbiegen müssen; einer Wirklichkeit, in der es heißen würde: nimm/wickel/fütter du ihn mal!. Und so weiter. Aber genug der Konjunktive. Diese Entscheidung ist uns erspart geblieben. Die Wirklichkeit sieht nun anders aus, und ich kann weiterträumen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Und genau deswegen ist für mich die Vergangenheit, oder ihre Deutung, so immens wichtig. Wenn Du daher schreibst, daß Du das anders in Erinnerung hast, so klingt das für mich, als ob ein Teil meiner selbst nachträglich ungültig würde. Indem es für Dich so viel weniger wiegt, bleibe ich endgültig allein. Mit einem Traum. Mit einer Vergangenheit, in der nur mehr ich vorkomme, und die Du, so wie ich sie mir deute, nicht teilst. Mit einer Erinnerung, deren imaginierte Fortsetzung zur Illusion geworden ist. Und nicht nur das: Auch mein Traum von damals hat sich dann als Illusion erwiesen. So bin ich in zweifacher Weise einsam: Im Jetzt und in der von hier aus erreichten erinnerten Vergangenheit.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;</description>
    <dc:creator>Talakallea Thymon</dc:creator>
    <dc:subject>episteln</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 Talakallea Thymon</dc:rights>
    <dc:date>2008-02-20T11:07:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://alsos.twoday.net/stories/4698380/">
    <title>Episteln: An C. Von Kindern und Männern (2)</title>
    <link>http://alsos.twoday.net/stories/4698380/</link>
    <description>Das ganze Kinderkriegen ist für Männer eine beschämende Angelegenheit, weil es sie bei Vorgang und Folgen zu bloßen Wasserträgern und Handlangern, zu Zuarbeitern degradiert; und je eifriger sie sich bemühen, dem abzuhelfen und eine zentralere Rolle zu spielen, desto lächerlicher werden sie bei all dem.&lt;br /&gt;
Das ist mir Stück um Stück nach einer Beobachtung auf einem Kindersachenflohmarkt (frag nicht, wie ich dahinkam!) klargeworden. Eine kleine Szene, äußerlich unauffällig, ein junges Elternpaar, sie voranpirschend, er mit dem Säugling auf dem Arm hinterdreindackelnd. Sie bleiben vor einem Stand voller Babysachen stehen. Die junge Mutter beguckt sich die Ware und fragt die Verkäuferin nach einem Motorik-Ring. Die andere bedauert, einen solchen habe sie leider nicht anzubieten. Ach, Schade. Und jetzt kommts: Im Weitergehen tätschelt die junge Mutter ihrem kaugummikauenden Gefährten wohlwollend den Arm: Ich erklär dir später, was ein Motorik-Ring ist. Dreht sich um und zwinkert der Verkäuferin verständnisheischend zu. Und der junge Vater (ich vermute, es war der Vater) guckt dazu blöde aus der Wäsche.&lt;br /&gt;
Kann man nebensächlicher sein als in einer solchen Situation? Dieser bedauernswerte Mann war gerade mal dazu zu gebrauchen, das Kind zu tragen (in einer seltsamen Stellung übrigens, von hinten durch die Beine die Hand auf der Brust des Säuglings, ihn so in Bauchlage haltend, als wollte er mit ihm Schwimmen üben), weiß nicht einmal, was ein Motorik-Ring ist und mußte sich dann auch noch die Ankündigung späterer Aufklärung, zusammen mit einer öffentlichen Bloßstellung seiner Unbedarftheit gefallen lassen. Na ja, immerhin wußte er den Säugling nach den neuesten Erkenntnissen der Brephophorologie, (oder vielleicht auch nur der letzten Mode gemäß?) zu handhaben. Auf eine pfiffige, und ich möchte sagen, perfide Weise wird hier der Mann gleichzeitig ausgeschlossen und doch wieder so zurück ins Boot geholt, daß sich über seine Unwissenheit wohlwollend spotten läßt. Dabei zielt der Spott auf einen Mangel, den der zu Verpottende ja gerade in der Situation hat, in die er vorher durch den Spottenden hineingezwungen wurde. Man drücke einem, der nicht einmal auf dem Kamm blasen kann, eine Violine in die Hand und amüsiere sich hernach köstlich über seinen unbeholfenen Eifer. Haha. Du kannst zwar nicht spielen, aber zum Dummanstellen und Sichverarschenlassen reicht es immer.&lt;br /&gt;
Ich nun in einer solchen Rolle? Niemals. Nie könnte ich mich irgendwo, wo es drauf ankommt, mit einer Nebenrolle begnügen, und ich werde auch nie Männer verstehen, die ihre sogenannte Verantwortung darin sehen, diese Nebenrolle mit Freude und Enthusiasmus auszufüllen. Ausfüllen, ha, daß ich nicht lache. Nein, im Grunde, denke ich, sollte ein Mann die Finger von all dem lassen. Er spielt ja doch zweite Geige, da kann er Tritte-im-Bauch-tasten und bei-den-Wehen-Händchen-halten und wickeln und waschen und pudern und schnullern wie er will  am Ende dackelt er doch hinterdrein und muß sich dann noch über Motorik-Ringe belehren lassen.</description>
    <dc:creator>Talakallea Thymon</dc:creator>
    <dc:subject>episteln</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 Talakallea Thymon</dc:rights>
    <dc:date>2008-02-12T10:59:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://alsos.twoday.net/stories/4685549/">
    <title>Episteln: An C. Von Kindern und Männern (1)</title>
    <link>http://alsos.twoday.net/stories/4685549/</link>
    <description>&quot;Der junge Mann spricht mit leuchtenden Augen. Seine vom Eifer bewegte, helltönende Stimme hat keine Mühe, sich gegen das Stimmengewirr und Fahrtgeräusch des Zuges durchzusetzen. Von der Geburt seines ersten Kindes berichtet er, im August war das, hört man mit halbem Ohr, das Erlebnis also noch frisch und eindrücklich, und genauso erzählt er es auch, erzählt es, wie man von einer Heldentat kündet, und zwar von der eigenen: Wie das Fruchtwasser abgegangen sei, wie man sich beeilt habe, in die Klinik zu gelangen, wo es dann doch nicht weitergegangen sei, das Kind zuletzt noch mit Zangen oder ähnlichem (ich hörte nicht so genau hin) habe geholt werden müssen, dann irgend etwas Kennerisches über die Nabelschnur, und dann, krönender Abschluß : wie sein Sohn ihn über und über mit Blut! bespritzt habe, so daß jemand von den Verwandten sich später besorgt über sein Wohlergehen habe äußern wollen, Alles klar bei dir?&lt;br /&gt;
Kurzum, dieser Vater war der Held seiner Geschichte. Er kannte sich aus, er wußte bescheid, er trotzte der Gefahr und am Schluß floß Blut: Auf ihn, wohlgemerkt. Die Mutter und ihre Befindlichkeit kam übrigens nicht vor.&lt;br /&gt;
Nun ist für viele Männer ja das Kind der Beweis ihrer Manneskraft. Daß man dann von diesem Beweis der eigenen Kraft in den höchsten Tönen schwärmt, scheint gerade noch verständlich (Ich bin da anders, ich könnte nie in diesem Ton von der Geburt meines Kindes erzählen, und auch in keinem anderen Ton. Ein Kind gezeugt zu haben: Ich glaube, es wäre mir ein bißchen peinlich, wie ein öffentlicher Samenerguß. Ich korrigiere mich: Es ist ein öffentlicher Samenerguß.)  Aber es geht um mehr als das, nämlich um eine Art von Einmischung, um das An-sich-reißen-Wollen von Dingen, die wir Männer ja doch nie erreichen werden, und das darum ein um so würdeloseres Bemühen ist. Die meisten Männer begnügen sich nicht mit dem Kraftbeweis der Zeugung; nein: in dumpfem Bewußtsein ihrer Ohnmacht wollen sie selbst noch bei dem Vorgang, bei dem sie ein für allemal Ausgesperrte und Uneingeweihte sind, der Geburt, zugelassen, eingeweiht und: Held sein. Und dann spielen sie sich gewaltig auf mit ihrem angelesenen Wissen über Fruchtblasen und Nabelschnüre und Hormone und wasweißich noch alles, Blut und Schleim, ohne doch das letzte, das Wirkliche, das Mysterium haben zu können: Die Erfahrung, den Schmerz. Und: Sie sind Nebensache, und nicht nur hier, auch bei der engsten Bindung zum Kind, dem Stillen, haben sie keinen Anteil, werden sie naturgemäß Nebenperson sein. Eine abermalige Demütigung: In ihrem eigenen Bereich, dem des Nahrungsbeschaffers, werden sie geschlagen. Da können sie sich noch so gut und noch so informiert über Mastitis verbreiten, es ändert nichts. Und so, meine ich, ist die ganze Aufmerksamkeit der Männer, was das Thema Geburt und Aufzucht angeht, eine gewaltige Kompensationsanstrengung, ebenso wie alle anderen Arten männlichen Heldentums, die alle nicht darüber hinwegtäuschen können, was wir Männer wirklich sind, nämlich arme Würstchen. Es hilft ja nichts, daß wir Dschungel durchqueren und auf den Everest klettern, am Ende noch zum Mond fliegen, oder, wenn alles nichts hilft, uns eine Religion ausdenken oder einen Krieg anzetteln; dort, wo es wirklich drauf ankommt, nämlich bei der Geburt der nächsten Generation unserer Spezies, spielen wir keine Rolle. Allenfalls als Helferlein und Schwimmlehrer sind wir zu gebrauchen. ...&quot;</description>
    <dc:creator>Talakallea Thymon</dc:creator>
    <dc:subject>episteln</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 Talakallea Thymon</dc:rights>
    <dc:date>2008-02-07T10:57:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://alsos.twoday.net/stories/3135718/">
    <title>An C. (&quot;Wenn ich einmal groß bin ...)</title>
    <link>http://alsos.twoday.net/stories/3135718/</link>
    <description>&quot;[...] Doch, eine Zeitlang wußte ich sehr wohl, wohin ich wollte. Ich hütete mich davor, so großspurig wie jener Literat mit den Schweinsäuglein (Thorsten, Markus, Thomas, Michael, keine Ahnung) aufzutreten, aber im Grunde war mein Ziel genau das: Wenn ich groß bin, will ich Professor werden. Ich sah allerdings in diesem Bild des Professors, der ich einmal sein würde, eine Figur, die es nicht gibt und auch nie gegeben hat. Es war eine Phantasie, die sich einen feuchten Dreck um die Wirklichkeit scherte, eine Phantasie, die einer Gedankenwelt entsprungen war, in der Vokabeln wie Forschungsfinanzierung, Drittmittel, Projektanträge, Gutachten und Bewilligung nicht vorkamen. Eine gedachte Entität in einer gedachten Welt, in der es zur Forschung nicht Geld sondern Fleiß, Eingebung, Kreativität und Freiheit brauchte. Eigentlich kann man sagen, daß ich eine Märchenfigur werden wollte. [...]&quot;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;</description>
    <dc:creator>Talakallea Thymon</dc:creator>
    <dc:subject>episteln</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2007 Talakallea Thymon</dc:rights>
    <dc:date>2007-01-03T11:09:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://alsos.twoday.net/stories/3090842/">
    <title>An C.</title>
    <link>http://alsos.twoday.net/stories/3090842/</link>
    <description>&quot;[...] Wäre es also gutgegangen? Ich habe den Verdacht, daß sich in meiner Sicht auf die Vergangenheit etwas Typisches zeigt, nämlich, daß für mich das Imaginäre wichtiger war als das Wirkliche, der Traum bedeutsamer als das Erreichbare, die Vorstellung bedeutsamer als die Tat, das Erdachte wirklicher als das Praktische, die Idee wichtiger als die Entscheidung. Und die Vergangenheit der wirklichen Zukunft überlegen.&lt;br /&gt;
Und genau deswegen ist für mich die Vergangenheit, oder ihre Deutung, so immens wichtig. Wenn Du daher schreibst, daß Du das anders in Erinnerung hast, so klingt das für mich, als ob ein Teil meiner selbst ungültig würde. Indem es für Dich so viel weniger wiegt, bleibe ich endgültig allein. Mit einem Traum. Mit einer Vergangenheit, in der nur mehr ich vorkomme, und die Du, so wie ich sie mir deute, nicht teilst. Mit einer Erinnerung, deren imaginierte Fortsetzung zur Illusion geworden ist. Und nicht nur das: Auch mein Traum von damals hat sich dann als Illusion erwiesen. So bin ich in zweifacher Weise einsam: Im Jetzt und in der Erinnerung.&lt;br /&gt;
Verrückt? Vollkommen![...]&quot;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;</description>
    <dc:creator>Talakallea Thymon</dc:creator>
    <dc:subject>episteln</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2006 Talakallea Thymon</dc:rights>
    <dc:date>2006-12-20T21:50:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://alsos.twoday.net/stories/3078982/">
    <title>Dafür nicht</title>
    <link>http://alsos.twoday.net/stories/3078982/</link>
    <description>&quot;[...] Mich stört an einem Leben mit FrauHausKind, daß es ein millionenfach vorgelebtes, ein erprobtes Leben ist, ein Modelleben. Ich will kein Modelleben. Ich wollte, ich will, ein Leben leben, für das es kein Modell, kein Vorbild gibt. Ich will Räume aufstoßen. Ich will zerschneiden. Ich will Neuland betreten. Mit der Schreiberei ebenso wie mit meinem eigenen Leben. Als ich aus dem Zivildienst entlassen wurde, als ich von zuhause auszog, als ich anfing zu studieren, da war es ein Aufbruch. Eine Eroberung. Ein Ergreifen. Und ich konnte nie verstehen, wie es manchen nur darum zu gehen schien, anzukommen: bei einem Job, einem Partner, bei Kindern, beim Eigenheim. Dich mit eingeschlossen. Wenn die ersten Freunde und Bekannten verkündeten, daß sie sich ein Auto gekauft, geheiratet, Kinder bekommen hätten, habe ich oft gedacht: War es das? Doch wohl nicht! Dafür sind wir nicht aufgebrochen.  Und jetzt frage ich mich: Wofür dann? Ich weiß es nicht. Jedenfalls nicht, um in der PR-Agentur eines Megaunternehmens zu landen, bitte um Verzeihung. Ich habe Dich einmal gefragt, warum Du es denn so eilig habest mit dem Studium. Ich ließe mir doch auch Zeit. Du sagtest, bei mir sei es etwas anderes, Du aber wollest in die freie Wirtschaft. So drücktest Du Dich aus. In die freie Wirtschaft. Es klang nicht wie Freiheit. Es klang wie freie Wildbahn. Ich verkniff mir damals die Gegenfrage. Sie hätte gelautet: Und warum studierst Du dann Germanistik?  Ich konnte (und kann) mir einfach nicht vorstellen, warum jemand so etwas Schönes wie Germanistik studiert und dann aber nicht auch etwas Schönes damit anfangen will, wobei ich die Erklärung, was denn etwas Schönes sei und wo man es ausüben könnte, schuldig bleiben muß.[...]&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;</description>
    <dc:creator>Talakallea Thymon</dc:creator>
    <dc:subject>episteln</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2006 Talakallea Thymon</dc:rights>
    <dc:date>2006-12-18T10:32:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://alsos.twoday.net/stories/3079199/">
    <title>nebenbei bemerkt nicht abgeschickt</title>
    <link>http://alsos.twoday.net/stories/3079199/</link>
    <description>auch wieder charakteristisch für Dich, und ich möchte es als weiteres zeichen von modelleben deuten: daß Du fertig stellen schreibst, statt fertigstellen, mit dem vermerk, daß man letzteres ja nicht mehr schreiben dürfe. und schade, nicht?.&lt;br /&gt;
warum? in einem persönlichen brief, ich bitte Dich. hast Du sorge, durcheinanderzukommen oder durcheinander zu kommen? da war es schon wieder, kein widerstand, keine eigene stimme. sondern die stimme des man.&lt;br /&gt;
aber nein, meine adresse in griechenland hast Du immer translitteriert, das war Dir zu blöd, fremde buchstaben zu malen. wenn ich daran denke, daß auch Du linguistik studiert hast.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
aber das schreibe ich Dir nicht. das ist nur fürs protokoll, das innere.
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;</description>
    <dc:creator>Talakallea Thymon</dc:creator>
    <dc:subject>episteln</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2006 Talakallea Thymon</dc:rights>
    <dc:date>2006-12-18T10:32:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://alsos.twoday.net/stories/2893741/">
    <title>...</title>
    <link>http://alsos.twoday.net/stories/2893741/</link>
    <description>[...] kalt ist es nicht mehr besonders bei uns, niederschlag ist auch keiner gefallen. die luft ist gut und frisch, kein wind, der himmel flockiges milchgrau. heute vermisse ich die vögel. nur ein paar elstern haben gescheckert. hätte fast eine kerze angemacht, aber es war doch schon hell. im flur duftet es nach meinem kaffee. so ein espresso verströmt beim zubereiten stärkeren geruch in der wohnung. ach, wie freue ich mich, wenn du hier endlich hereinkommst. schön ist es nicht bei mir, auch wenn ich noch aufräume -- was ich mir fest vorgenommen habe. aber du wärst dann auch einmal in meiner kleinen welt gewesen, hättest mein leben auch räumlich betreten (sonst bist du ja schon mittendrin in meinem leben, in meinem herzen, in jedem winkeln meiner gedanken). dann mach ich dir einen schönen milchkaffee, ehe wir aufbrechen. und wer weiß, vielleicht ist ja gerade niemand zuhause außer uns ...? [...]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
.</description>
    <dc:creator>Talakallea Thymon</dc:creator>
    <dc:subject>episteln</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2006 Talakallea Thymon</dc:rights>
    <dc:date>2006-11-05T08:42:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://alsos.twoday.net/stories/2131879/">
    <title>episteln: an meinen bruder</title>
    <link>http://alsos.twoday.net/stories/2131879/</link>
    <description>Brüderchen,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute nacht hatte ich einen seltsamen traum: in meinem zimmer bemerkte ich eine spinne, die aus irgendeinem wirrwarr von geräten oder schachteln herauskrabbelte. sie hatte einen runden, hellgrauen körper und sehr lange dünne beine. als sie an der wand über meinem bett angelangt war, war ihr körper gedrungener geworden, der hinterleib länglicher, ihre farbe dunkel, und die beine waren jetzt dick, wie die von solchen spinnen, wie sie gerne unter kellertreppen wohnen ... panisch wich ich zuück, ich kannte diese spinne, sie hatte mir schon einmal einen schrecken eingejagt, sie war über ein jahr in meinem zimmer gewesen, ohne daß ich es bemerkt hatte ... ich rief nach dir. du warst irgendwo draußen, im nebenzimmer, auf dem flur, jedenfalls im haus. du kamst herein. als du die tür öffnetest, hockte die spinne darüber. ich hatte einen kurzem augenblick angst, sie könne auf dich herabfallen, aber du tratest unbeschadet durch die tür, kamst zu mir, und ich deutete auf das tier, das mittlerweile die ausmaße eines zwergpudels angenommen hatte und von tiefschwarzer farbe war. ich glaubte, du würdest dich fürchterlich erschrecken; zu meinem riesengroßen erstaunen aber gingst du ruhig zu der spinne hinüber, packtest sie mit beiden händen an einem beinpaar, so wie man einen stier bei den hörnern packen mag, durchquertest an mir vorbei das zimmer und schleudertest das ding aus dem fenster in den hof. ich war gerettet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bester retter und spinnenbändiger, glücklich erwacht bin ich&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dein TTh&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
.</description>
    <dc:creator>Talakallea Thymon</dc:creator>
    <dc:subject>episteln</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2006 Talakallea Thymon</dc:rights>
    <dc:date>2006-06-07T11:54:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://alsos.twoday.net/stories/1435516/">
    <title>an C., im juli 2005</title>
    <link>http://alsos.twoday.net/stories/1435516/</link>
    <description>Während ich Deinen Brief lese, oder dies hier schreibe, muß ich an etwas denken, das nunmehr völlig bedeutungslos ist; aber nun hast Du im Grunde Dir eine Welt gebaut, die ich immer hatte fliehen wollen. MannKindHaus, ohne das geringschätzen zu wollen. Bist Du glücklich? Wie fühlst Du Dich? Von außen betrachtet sieht es wie ein Ankommen aus, ein Erreichthaben, eine Verwirklichung von lange Erträumtem, obwohl das wahrscheinlich nie so ist, und immer weitere Dinge erstrebenswert und erträumbar scheinen und scheinen werden. Aber es interessiert mich, wie Du das siehst. Auch, weil wir einmal einen gemeinsamen Weg für möglich gehalten haben, und mein eigener Weg nun äußerlich wie innerlich so gänzlich verschieden ist von Deinem.&lt;br /&gt;
Und ich denke an das, was ich einen alternativen Lebensentwurf habe nennen wollen. Alternativer Lebensentwurf (alternativ aber wozu?), der vielleicht gar kein Entwurf ist, sondern eine Not, die ich mir, umgedeutet als eigene Entscheidung, zur  Lebensführung auspräge. Hatte ich eine Wahl? Gab es jemals den Ort und die Zeit, wo ich mich entschieden hätte, im Großen? Rückblickend stellt sich der Ort, an dem ich mich jetzt befinde, als Ergebnis einer Kette von unscheinbaren Entscheidungen dar, deren jede einzelne im Grunde unwesentlich war.&lt;br /&gt;
...</description>
    <dc:creator>Talakallea Thymon</dc:creator>
    <dc:subject>episteln</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2006 Talakallea Thymon</dc:rights>
    <dc:date>2006-01-19T07:49:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://alsos.twoday.net/stories/1430034/">
    <title>ansonsten ...</title>
    <link>http://alsos.twoday.net/stories/1430034/</link>
    <description>... hänge ich der vergangenheit nach, die mich nicht trösten kann, so wie sie ist, und so wie sie ist, muß ich ihr dennoch nachhängen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
vale</description>
    <dc:creator>Talakallea Thymon</dc:creator>
    <dc:subject>episteln</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2006 Talakallea Thymon</dc:rights>
    <dc:date>2006-01-18T07:42:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://alsos.twoday.net/stories/1419201/">
    <title>Claudia</title>
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    <description>Ich bin traurig und du fehlst mir; dein Fehlen ist ein lautes Klagerufen und hängt, schwarzes Flattern von Gebetstüchern, in allen Bäumen. Ich möchte nur, daß du da bist und ich dich anschauen kann, schweigend. Und ich fluche auf die Welt, daß selbst dieser kleine Wunsch zu groß ist für sie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gestern dachte ich schon, daß es vorbei sei: ich hatte mich müdegefühlt, dachte ich. Du entglittest mir. Ich dachte: es geht auch ohne dich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute ist alles wieder schön und zum Weinen. Ich denke daran, daß uns ein ganzes Leben trennt, unüberbrückbar viele Jahre. Abschiedslärm und schwarzstrickende Auswegslosgedanken sind laut in mir, um mich, fesselnd meine Hände und Füße, meine Schultern verkrümmend, ein Gewebe, so dunkel, daß ich kaum darunter atme.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einmal kommt ja der Tag, wo alles zerbricht. Ob ich mich entschieden haben muß oder etwas für mich entscheidet, eines wird der Fall sein. Ich wünsche mir, daß es so ausgeht, daß dieser Sommer in meiner Erinnerung schön bleiben wird und ein helles Licht über deinem wiedergerufenen Antlitz liegt.</description>
    <dc:creator>Talakallea Thymon</dc:creator>
    <dc:subject>episteln</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2004 Talakallea Thymon</dc:rights>
    <dc:date>2004-08-29T08:48:00Z</dc:date>
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    <title>Tage, nachher (20.8.2004)</title>
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    <description>Da ist der Ort, umspannt von jungem Ahorn, so früh noch sonnenlos, noch kühl. Radspuren liegen um ihn herum, die sich mit Regenwasser gefüllt haben. Plastiktüten, Flaschen, Zeitungsreste, die von lachenden Stimmen und ruhenden oder feiernden Menschen erzählen, quellen aus dem Mülleimer; Spuren von gestern, Menschen waren hier, haben gelacht und getrunken und gesungen, und wußten nicht, an was für einem hohen Ort sie leichtfertig saßen. Meine Schritte sind noch ganz allein auf der Welt, als ich mich nähere. Leer sind die Wege, die Schatten still, die Morgensonne ungestört. Hier müßte ich jetzt nach links. Ich werde langsamer, drehe den Kopf nach dem Ort hin und meine Füße folgen der Wendung. Vor der Bank bleibe ich stehen. Ich starre das verquollene Holz an, als vermöchten meine Blicke dich jetzt dorthin zu zaubern. Dort saßest du, wirklich und wahrhaftig. Der Ort ist einsam, nicht, weil keine Menschenseele zu sehen ist; nicht weil du hier jetzt nicht bist, sondern weil du hier einmal warst. Ich beuge mich vor und lege die Finger auf das Holz, dort, wo deine Wärme es berührt hat. Es muß doch noch etwas da sein von dir. Es erscheint mir unfaßbar, daß sich das Holz nicht mit Wonne an dich erinnert und etwas von dir aufgehoben hat, um es mir jetzt zu schenken. Damit ich mich daran wärme, bis wir uns wiedersehen. So wie mich der Klang deiner Hand auf meiner Brust, auf meinem Arm, auf meinem Finger tröstet und nachts wachhält. Aber entweder ist der Ort grausam und will nicht, oder er konnte es nicht. Oder der Regen spülte deine Wärme fort von hier, der Wind trug die Erinnerung an dein Lachen davon, die Dunkelheit stahl, was vom Licht deiner Blicke hier vielleicht liegengeblieben war. Meine Finger berühren feuchtkaltes Holz. Ein Zeitungsfetzen raschelt. Über mir rühren sich die Zweige. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Morgen gehe ich einen anderen Weg, nehme ich mir vor, und weiß doch ganz genau, daß ich morgen wieder hier vorbeigehen, wieder die Hand auf das Holz legen, wieder dich oder den Nachhall von dir suchen werde.</description>
    <dc:creator>Talakallea Thymon</dc:creator>
    <dc:subject>episteln</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2004 Talakallea Thymon</dc:rights>
    <dc:date>2004-08-20T08:52:00Z</dc:date>
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    <title>An Claudia. Sonntagnachmittag</title>
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    <description>Ich setzte mich in den Park zwischen die Wege, auf denen Du ein paar Tage vorher gegangen warst, und suchte das Licht nach Deinen Spuren ab, das Gras, ob es sich nicht an Deine Füße, die Mehlbeeren und Birken, ob sie sich nicht erinnerten, daß ihr Schatten an jenem Sommermorgen Deine Schultern, Dein Haar gestreift hatten. An jenem Tag, da Du auch nach mir Ausschau hieltest, wie ich jetzt Deiner vergangenen Anwesenheit, Deinem Hauch nachlauschte. Ein Kieselstein war fortgerollt, ich sah es genau; hatte Dein Fuß ihn berührt? Irgendetwas mußte doch noch da sein von Dir, ein kaum zu erahnender Widerstand gegen das Licht, eine Einkerbung und Spur in den Sonnenstrahlen, die Dein Körper oder Dein Gedanke in den Raum gefurcht hatte. Oder vielleicht ein Duft von Dir, schwebend über dem Staub und schwer zu zerwehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ach, könnte ich selbst eine Spur für Dich hinterlassen und in diesen lichstimmenvollen Sonntagmittag legen. Daß Du mich merktest, wenn Du das nächste Mal in den Park kämest: Einen Schweißhauch, ein Atemgeräusch, ein Augenzwinkern, gespiegelt in einer Pfütze; oder daß meine Gestalt sich der Luft aufpräge und Du mich streifen würdest und fühlen, wie Du durch die allerleiseste Verwirbelung gleitest. Und daß Du etwas dagebliebene Sehnsucht aus meinen suchenden Augen auffingest.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oder aber in einen Baum wollte ich mich verwandeln, in den Gliedern keine andere Sorge als um Wasser und Sonne, und manchmal die Wonne des leichten Erderzitterns, wenn Du unter meinen Zweigen vorbeikämst. Was für ein Baum würde ich? Ein Ahorn mit seinem frühen Blühn und den gelben Dolden, von den Amselherolden angekündigt? Eine milde Birke, schlank, schön und die Helle zwischen ihren Blättern hin und her werfend? Oder aber eine dunkle Eibe, die der, die in ihrem Schatten schläft, Träume aufgibt und Rätsel.</description>
    <dc:creator>Talakallea Thymon</dc:creator>
    <dc:subject>episteln</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2004 Talakallea Thymon</dc:rights>
    <dc:date>2004-08-16T09:04:00Z</dc:date>
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