Donnerstag, 22. Dezember 2005

III

sieh, was da ist. nimm einen kiesel aus dem bach, steck ihn in die tasche, trag ihn herum, bis er sich in die furchen deiner haut eingepaßt hat, bis er dein ist. nimm das licht aus dem gatter der zweige, häng es dir über die schultern, trage es. streiche die SCHWACHEN STUNDEN glatt. falte daraus ein knisterndes origami. und so tu es mit allem.
verwandle es.
vertraue dich dem gedanken an: du hast kein heim. daran erstarke.

die nächte tragen mal um mal masken vorm antlitz. wenn du nicht darunter blicken kannst, gib ihnen namen. (Träumerin, Muse, Göttin, Frevlerin, Täuscherin, Trost, Zorn, Keusche, 'Eωσφόρa …)

nimm den duft der blumen, berühr ihn mit der zungenspitze. fahre dem schatten einer rose nach mit dem großen zeh. (lerne, selbst einen schatten zu werfen? ja.) schnuppere an den wasserlichtern auf dem tisch. laß dich in einem tautropfen zerkrümmen. konvex und konkav, überlege, was was war. hole atem, als trügest du einen lateinischen vers vor: mit staunen.
so viel leichtsinn braucht es mindestens. wenn du müde bist, so fordere den schlaf.

VOCES INTIMAE

... for we have some flax-golden tales to spin. come in! come in!

Kommt herein, hier sind auch Götter ...

Epistolae electronicae:

talapenthea_thymon ad hotmail punctum com

Spurensucher

 

Web Counter-Modul


Marbach

Dieses Weblog wird durch das Deutsche Literaturarchiv Marbach archiviert.

Metron ariston

Pflichtnennung


Als wären nicht zweimal die Kräfte
An habent et somnia pondus
Astartes Lächeln
Colourless green ideas
Daß alles für Freuden erwacht
Dem geschah auch Lieb durch Liebe nie
Die Stadt am Ende des Jahrtausends
egregie dicta
Fasti
Flaschenpost
hemerolog
In Nemore
Logolog
Ludus Latinus
Mores Ferarum
Nicht mit gar zu fauler Zungen
... weitere
Profil
Abmelden
Weblog abonnieren