ElsaLaska - 13. Nov, 20:01

Ich mache mir darüber auch oft Gedanken. Setze die Zäsur aber so um 1989 an. (Vielleicht fällt das sogar um die Zeit deiner Griechenlandrückkehr). Ab da ist der Turbokapitalismus richtig durchgestartet. Wie du richtig bemerkst, begann da auch die Ära nicht nur der Globalisierung (die es ohne Eisernen Vorhang vielleicht gar nicht gegeben hätte?), sondern auch des ständigen VERWEISES auf die Globalisierung. Schnitt.

Ein Beispiel: Vor 25 Jahren besaß man als Geschäftsmann, der viel unterwegs und dennoch erreichbar sein musste, ein Autotelefon, so groß wie heute ein Multifunktionsdrucker zum Scannen, Kopieren und Faxen. Das war 10.000 DM wert.
Heute hat jeder Arbeitslose mindestens zwei Handys und ist ständig mit ihnen beschäftigt. Immerhin.
Turbokapitalismus, Globalisierung und IT-Zeitalter. Kann es sein, dass der komplette Thomas von Aquin mittlerweile online verfügbar ist? Und hat uns das irgendwie weitergebracht? Ich meine, in der gesamten Gesellschaft?

Es gibt auch inwendige Gründe. Vielleicht sind wir einfach zu alt. Zu früh geboren (insgesamt natürlich zu spät, aber hier an diesem Punkt zu früh) ... weil, vielleicht heißt es ja in 30 Jahren, dass wir uns nach der Neuen Rechtschreibung zurücksehnen und den schönen Handys, die "nur" telefonieren, online gehen, fotografieren und Textverarbeitung boten? vielleicht stehen wir in 30 Jahren mit Jugendlichen in einem Fahrstuhl, die anstatt via Handy zu surfen, kybernetischen Geschlechtsverkehr haben, während wir daneben stehen?
Vielleicht sind in der Zwischenzeit aber auch wirklich alle verrückt geworden und wir sträuben uns noch allzusehr, uns einfach zu ergeben?
ABER: Gab es dieses "Narrenschiff"- Bild für die Gesellschaft nicht bereits vor Hunderten oder gar Tausend Jahren?
Also kann es nicht an uns liegen ... :)))

Inge Lütt (Gast) - 14. Nov, 12:41

"Also kann es nicht an uns liegen ...

Wäre allerdings aber schon recht klasse, wenn wir so wichtig wären.
Allerdings wären nicht nur die theologischen Implikationen (um mal mit Linus von den Peanuts zu sprehen) erschütternd.

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